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Zucker

Zucker  ist ein großes Thema mit dem ich mich im letzten halben Jahr relativ ausführlich beschäftigt habe. Ich weiß mittlerweile ziemlich viel darüber.

Mein Interesse für die Hintergründe wurde vor allem durch mein ständiges, übergroßes Verlangen danach geweckt (welches meine Abnehmpläne jedes mal zunichte machten! hass hass).
Ich war erstaunt als ich erfuhr, dass schon einige Stimmen laut wurden was den schädlichen Zuckerkonsum betrifft. Bis dahin hatte ich noch nie was näheres davon erfahren... Ich hab nur konsumiert, konsumiert, konsumiert... schlimm.
Ich entdeckte die süchtig machende Wirkung und verstand alle anderen physiologischen Prozesse beim Zuckerkonsum (allesamt nachteilig, wenn nicht sogar sehr schädlich). Ich hab selten sowas spannendes gelesen!

(später detailierter dazu!)




Was jedem erstmal klar sein sollte: es gibt gute und schlechte Kohlehydrate. Kalorien sind nicht gleich Kalorien!  Nahrung wird unterschiedlich vom Körper verarbeitet und verwertet.

Gute Kohlehydrate sind jene die den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen, daher länger sättigen und die Verstoffwechselung nicht belasten.


Schlechte Kohlehydrate hingegen sind solche die den Blutzuckerspiegel sehr schnell, sehr hoch ansteigen lassen, dadurch starke Insulinproduktion anregen und so die Fettverstoffwechselung blockieren.


Wie eine Zuckerbombe vom Körper entschäft wird:

(
Diese Informationen sind dem Buch: > "Zucker - der süße Verführer - Alles Wissenswerte und praktische Gesundheitstipps"  entnommen.)



Zucker bringt das fein abgestimmte und von verschiedenen Hormonen gesteuerte Gleichgewicht des Blutzuckers durcheinander. Die Blutzuckerkurve steigt nach Zuckerkonsum sehr schnell an, als Folge davon pumpt die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin ins Blut.
Insulin hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Der starke Reiz des Zuckers bringt die Bauchspeicheldrüse jedoch dazu in einer Art Notreaktion zu viel Insulin abzusondern. Der Blutzuckerspiegel pendelt sich daher nicht auf sein Normalmaß ein, sondern das überschüssige Insulin entzieht dem Blut mehr Glucose als eigentlich Notwendig (um den Blutzuckerspiegel wieder zu normalisieren). Die Folge: Der Blutzuckerspiegel fällt unter den Normalwert, was bedeutet, dass Muskeln, Zellen, Organe und Gehirn nicht mehr mit ausreichend Energie versorgt werden können.
Das Resultat: ein drastischer Leistungsknick. Diese Hypoglykämie muss der Körper nun wieder mühsam in Balance bringen. Er tut dies, indem er an das Gehirn Heißhunger meldet (damit wieder Energie zugeführt wird um den Blutzuckerspiegel wieder aus dem Tief ansteigen zu lassen - für die Balance).
Man bekommt also schon wieder Appetit auf Süßes. Auf diese Weise steigt und sinkt der Blutzuckerspiegel ständig, immer wieder. Die Bauchspeicheldrüse steht im Dauerstress. Dass die bald schlapp macht und nicht mehr genügend Insulin produziert, wundert dann nicht mehr. Diabetes könnte die schlimmste Folge sein (wenn mans echt übertreibt).
 
Nach dem Zuckerkonsum sinkt der Blutzuckerspiegel schon nach ca. 30 Min drastisch ab - nach 2 Stunden ist der Tiefpunkt erreicht: FA-Gefahr



Ein Diagramm. Leider miese Grafik. Da steht: (oben) normale Kurve und unten: verzögert-überhöhte Gegenreaktion



Die Reaktion des Blutzuckerspiegels hängt letztendlich von 3 wichtigen Faktoren ab:

a: von der Menge an konsumierten Zucker
b:
davon auf wie viel Mageninhalt die Lösung trifft 
und c:
von dem "Isolations-Grad" des Zuckers (ob Zucker pur (Gummibären z.B. oder eingebettet in andere Lebensmittel wie Kuchen usw.)


Es gilt natürlich:  Sehr viel, in hoher Konzentration auf nüchternen Magen, verpasst einem den totalen Zucker-Flash.

Ich kenn das. Ich fühl mich dann etwas nervöser, zeitweise auch angenehmer, als wäre ich in einer angenehmen, beruhigenden Situation - (das sind die Hormone - Suchtgefahr!!! ) danach aber irgendwie auch unwohl und schlecht (eben ab ner halben Stunde danach...) . Dass was im Körper nicht stimmt, dass Hormone ausgeschüttet werden und ein Chaos vorherrscht, bekommt man jedenfalls zu spüren... wenn man aufmerksam ist.



Bei älteren Menschen sinkt der Blutzuckerspiegel deutlich langsamer wieder ab. Das ist eines der Gründe warum Menschen in der 2. Lebenshälfte schneller dick werden!

Das Steigen und Sinken des Blutzuckerspiegels hat nämlich einen direkten Einfluss auf den Fettstoffwechsel!

Die Anwesenheit von Insulin unterbricht die biochemische Fettverwertung im Organismus und verhindert, dass der Körper bei seiner Energieversorgung auf die Blut- und Depotfette, die eigentliche Energiequelle des Körpers, zurückgreifen kann.

Das bedeutet im Klartext, dass Zucker nicht nur überflüssige Kalorien liefert, die zu Fett umgewandelt werden, sondern dass der durch den Zuckerverzehr verursachte Insulinausstoß zusätzlich den Abbau von bereits bestehendem Fett verhindert.

So gesehen macht Zucker doppelt dick!


Auf diese Weise wird auch jeder Versuch, durch Bewegung, Sport und Fitness Körpergewicht abzubauen, ruiniert!, wenn nach oder vor dem Sport süße Speisen oder Getränke aufgenommen werden.
Die Tatsache, dass viele Süßwaren nnicht nur viel Zucker, sondern auch viel Fett enthalten (Kuchen, Kekse, Schokolade!), kommt erschwerend hinzu!!

Vor allem Menschen, die ihren Blutzuckerspiegel ständig in einem gehobenen, "gereizten" Zustand halten (regelmäßiges Naschen), machen den normalen Abbau von Blut- und Depotfett unmöglich, unterdrücken also die natürliche, langfristige Energieversorgung aus den Fettdepots und so den Abbau von Fett.

Jede Schlankheitskur macht keinen Sinn, wenn man zwar die Kalorienzufuhr senkt, aber weiterhin Lebensmittel mit hohem glykämischen Wert isst, die den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen, Insulin ins Blut locken und den Fettabau blockieren!!!

siehe  >
schlechte Lebensmittel





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